Richtig Abschied nehmen

Trauerbewältigung – die schwere Aufgabe des Abschiednehmens

Abschied nehmen: Aber wie?

Der Tod und die damit verbundene Trauer sind Bestandteil des Lebens. Das muss jeder von uns zwangsläufig einsehen und akzeptieren. Wenn wir einen geliebten Menschen verlieren merken wir jedoch, dass das nicht so einfach ist. Selbst wenn wir Zeit hatten uns auf den Tod vorzubereiten, wird uns erst danach bewusst, wie schmerzhaft es ist mit Verlust umzugehen.

Doch auch wenn es schwer fällt, so ist das Abschiednehmen von einem geliebten Menschen ein wichtiger Schritt zur Trauerbewältigung. Um den Tod einer uns nahestehenden Person verarbeiten zu können, müssen wir die Auseinandersetzung sowohl mit ihrem Leben, als auch mit ihrem Tod zulassen. Nur durch bewusstes Abschiednehmen können wir die Situation begreifen. Der Besuch einer Abschiedsfeier oder Bestattung kann ein erster großer Schritt in diese Richtung sein.

Auch wenn es besonders den Angehörigen in den ersten Tagen sehr schwer fällt sich um die Organisation dieser Rituale zu kümmern, so sind sie doch am Ende sehr heilend und eine gute Möglichkeit um angemessen Abschied zu nehmen. Sie müssen sich um die Organisation auch nicht alleine kümmern. Scheuen Sie sich nicht die Hilfe eines Trauerbegleiters oder von Freunden und Verwandten anzunehmen.

Wer kann beim Abschied helfen?

Nach der Beerdigung ist ein erster großer Schritt in Richtung Abschied getan. Dennoch ist die Trauer um den geliebten Menschen noch sehr präsent und frisch. Ein nächster Schritt, der beim Abschiednehmen hilft, kann daher sein mit Freunden und Angehörigen zu sprechen. Vertraute Personen können gute Gesprächspartner sein, die den Schmerz mit Ihnen teilen, ihn verstehen oder Sie auffangen. Außerdem spenden diese Menschen Ihnen Geborgenheit und Vertrautheit. Der Kontakt zu Freunden und Angehörigen kann demnach eine starke Stütze im Prozess des Abschiednehmens sein.

Oft brauchen Trauernde jedoch auch Hilfe von außerhalb, um ihre Trauer zulassen zu können. Wer das Gefühl hat nicht von alleine aus dem Teufelskreis der Trauer zu entkommen, sollte sich nicht scheuen auf professionelle Hilfe zurückzugreifen. Trauerbegleiter und Psychologen sind im Prozess des Abschiednehmens verlässliche und einfühlsame Ansprechpartner. Durch ihre Erfahrungen wissen sie um die verschiedenen Phasen der Trauer und können Sie in der schweren Zeit des Abschieds kompetent unterstützen. Außerdem kennen professionelle Trauerbegleiter verschiedenste Methoden der Trauerbewältigung und können mit Ihnen gemeinsam eine für Sie passende Strategie entwickeln.

Trauerbewältigung: ein langer Weg

Trauer ist ein langer Prozess. Es ist ganz normal, dass der Trauernde eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt. Hetzen Sie sich daher nicht mit Entscheidungen und machen Sie sich bewusst, dass Sie nicht gleich zur Routine zurückkehren müssen. Es kann sehr heilsam sein sich erst einmal eine Pause zu gönnen.

Zeit heilt tatsächlich Wunden. Nach und nach wird Ihnen die Trauerbewältigung leichter fallen und Sie lernen die Situation zu akzeptieren. Was anfangs unvorstellbar schien, fängt an sich langsam und schleichend einzustellen. Die Normalität kehrt zurück und am Ende des Tunnels wartet wieder neues Licht. Entscheidend ist nur, einzusehen, dass der Trauernde hierzu viel sprechen muss und dazu die Unterstützung von Freunden, Bekannten oder professionellen Betreuern braucht.